Montag, 24. März 2008

Auckland



Nachdem ich nun schon knappe zwei Monate Auckland mein Zuhause nenne, möchte ich es Euch endlich einmal vorstellen. Hier also ein paar "Auckland Oddities", die ganz speziell nur hier vorkommen:

  • Es beginnt zu regnen und so sehr man sich auch anstrengt, man findet keine Wolken! Man lernt mit der Zeit, dass es auch aus kaum sichtbaren grauen Schleiern schütten kann.
  • Es regnet mittlerweile Bindfäden (aus dem grauen Schleier ist ein dunkelgrauer fett bewölkter Himmel geworden) und mit etwas Geduld, kann man in ein paar Minuten wieder fröhlich pfeifend durch den Sonnenschein gehen (ich weiss, für Hamburger undenkbar, ich kann es auch immernoch nicht glauben).
  • Auckland ist äusserst bergig aber wenn man einen Berg erklommen hat, heisst das nicht, dass man automatisch mit einem Abstieg belohnt wird (ausser man schlägt die richtige Richtung dafür ein).
  • Die Ampeln piepen hier alle lustig vor sich hin und manchmal hat man durchaus das Gefühl, man wurde als Fussgänger vor lauter Piepen vergessen. Das stimmt meistens auch, wenn man den extra grossen Knopf an der Ampel nicht gedrückt hat, der die Ampel dazu bringt, auszuflippen: wie wild zu piepen und zu tickern und überhaupt Grün anzuzeigen!!!
  • Manche Kreuzungen sind äusserst gewieft! Man wartet zwar als Fussgänger hier etwas länger darauf, dass man die Strasse überqueren darf, kann dies aber dann in jede beliebige Richtung und diagonal tun (siehe Bild).
  • Fies ist es dann mit Ampeln, die nacheinander umspringen und man mitten auf der Kreuzung kurz vor der Kühlerhaube eines Holden bemerkt, dass diese Kreuzung dann wohl doch nur in EINE Richtung und NICHT diagonal zu überqueren ist...
  • Wer dachte, die Ampelmännchen in Berlin wären cool, der schaut sich mal dieses kleine Video an:
  • In Auckland gilt: No Appologies, No Mercie! Für jeden kleinen Humpel wird sich entschuldigt und passiert dies nicht... dann gibt´s keine Gnade: gehetzt wird der "Nicht-Entschuldiger".
  • Mit Abrechnungen und Mahnungen sehen es die Aucklander auch nicht so eng. Da wird lieber mindestens zweimal das Geld für Studium oder Wohnung verlangt. Ja, wir Deutschen sind hier echt gefuchst - und können mal so richtig mit der Ordentlichkeit und Strukturiertheit beeindrucken (sogar ich erscheine hier strukturiert). Immer schön die Quittungen aufbewahren!!!
  • Wer dachte, Hamburg nach Schildern zu befahren wäre schwierig, der hat in Auckland seinen Meister gefunden. Nach Schildern fahren: UNMÖGLICH, weil nicht vorhanden. Auch wer sich auf Strassenschilder verlässt, ist leider selber verlassen und merkt dies relativ schnell, denn Neuseeland besteht zu 80% aus Pampa und bums: ist man in selbiger mittendrin.
  • HIER GIBT ES KEINE GUMMIBÄRCHEN!!!
Das soll an Seltsamkeiten erstmal reichen, deshalb folgen nun noch ein paar im Sonnenschein gemachte Bilder aus meiner neuen Wohl- und Wahlheimat ;o)

Von oben nach unten: Albert Park (liegt auf dem Weg zur Uni), Viaduct Harbour, Parnell (Eppendorf von Auckland), Auckland Museum, Blick auf Hafen und Skyline (von der Fähre nach Waiheke Island - eine der nächsten Folgen, exklusiv hier auf diesem Blog), Quay St mit dem alten Ferry Building